Warum ist Retargeting so entscheidend?

Retargeting ist eine Online-Marketing-Strategie, die sich an Nutzer richtet, die bereits eine Webseite besucht oder ein Produkt angeklickt haben. Diese Nutzer werden gezielt mit Werbung für die besuchte Seite oder das Produkt angesprochen, wenn sie weiter im Internet surfen. Ziel ist es, die Marke oder das Produkt erneut in Erinnerung zu rufen, um den Nutzer zum Kauf oder zur Ausführung einer gewünschten Aktion zu bewegen. Diese Methode ist besonders im Online-Handel verbreitet und funktioniert auf verschiedenen Geräten wie Computern, Smartphones und Tablets.

Ein Beispiel

Paul besucht eine Website, die Sneaker anbietet, wobei ein Cookie auf seinem Computer gespeichert wird, das Informationen über seine Produktansichten festhält. Später besucht er eine andere Webseite, die dasselbe Werbenetzwerk nutzt. Das Netzwerk erkennt ihn durch das Cookie und zeigt ihm eine Werbung für die zuvor angesehenen Sneaker. Paul wird dadurch an die Schuhe erinnert, klickt auf die Anzeige und gelangt zurück zum Online-Shop, wo er diesmal die Schuhe kauft.

Vorteile von Retargeting

Die Vorteile umfassen erhöhte Sichtbarkeit der Marke oder des Produkts, verbesserte Conversion-Raten durch Ansprache interessierter Nutzer und zielgerichtete Werbung für effektivere Werbemaßnahmen.

Unterschiedliche Methoden: 

  • Sequenzielles Retargeting passt Werbebotschaften an den Fortschritt des Nutzers im Verkaufsprozess an. 
  • Zeitverzögertes Retargeting nutzt den Zeitpunkt des letzten Website-Besuchs zur Kategorisierung der Nutzer und zeigt ihnen über die Zeit unterschiedliche Anzeigen.

Der richtige Ablauf

  1. Intelligentes Aussortieren von Conversions: Es ist ratsam, Nutzer, die bereits konvertiert haben, von Retargeting-Maßnahmen auszunehmen. Dies schützt nicht nur die Psyche der Kunden vor Überreizung, sondern trägt auch zur effizienteren Nutzung des Werbebudgets bei.
  2. Innovative Anzeigengestaltung und A/B-Testing: Setze auf Abwechslung und Kreativität in deinen Anzeigen und führe regelmäßige A/B-Tests durch. Damit vermeidest du nicht nur den sogenannten „Ad Fatigue“-Effekt, sondern gewinnst auch wertvolle datenbasierte Erkenntnisse, die zur kontinuierlichen Verbesserung deiner Anzeigenleistung beitragen.
  3. Ausgewogene Werbedosierung: Eine Überflutung der Zielgruppe mit Werbung kann abschreckend wirken, zu wenig Werbung jedoch die erwünschte Wirkung verfehlen. Das Geheimnis liegt in der richtigen Balance.
  4. Intelligente Frequenzkontrolle: Nicht jeder Besuch einer Webseite sollte zu einem Übermaß an Werbeanzeigen führen. Durch Frequency Capping erreichst du eine ausgewogene Präsenz deiner Marke, die auffällt, ohne aufdringlich zu wirken. Empfehlung: Maximal 3-4 Impressionen pro Nutzer und Tag.
  5. Feinsinnige Zielgruppensegmentierung: Passe deine Werbebotschaften den unterschiedlichen Phasen der Customer Journey an. Je zielgerichteter und relevanter deine Anzeigen sind, desto größer ist die Chance auf eine positive Reaktion.
  6. Markenbildung im Fokus: Stelle sicher, dass deine Anzeigen eine subtile, aber klare Verbindung zu deiner Marke aufweisen. Nutze dein Logo und andere Branding-Elemente konsequent, um Wiedererkennung zu schaffen und deine Werbung aus der Masse herauszuheben.

Die Nachteile

Herausforderungen und Kritikpunkte des Retargetings betreffen zeitliche Aspekte, Datenschutzbedenken und die oft undurchsichtige Natur des Retargetings. Neue Cookie-Richtlinien fordern eine Einwilligung der Nutzer, jedoch ist ein Opt-Out oft nicht möglich.

Grenzen und Lösungsansätze

Retargeting spricht hauptsächlich Leute an, die schon mit deiner Website interagiert haben. Das kann das Gewinnen neuer Kunden erschweren. Zu viel Retargeting kann sogar zur „Banner Blindness“ führen, bei der die Leute deine Anzeigen ignorieren. Sie könnten sogar negative Gefühle gegenüber deiner Marke entwickeln, wenn sie sich „verfolgt“ fühlen.

Wachsende Datenschutzbedenken und Zurückhaltung gegenüber Cookies und Online-Tracking können auch die Wirksamkeit deiner Retargeting-Kampagnen beeinträchtigen. Zudem hängen Retargeting-Kampagnen oft von den Regeln und Algorithmen großer Plattformen wie Google oder Meta ab. Diese können sich ändern und deine Kampagnenleistung erheblich beeinflussen.

Um diese Herausforderungen zu meistern, kannst du verschiedene Strategien nutzen:

  • New Audience Targeting: Damit kannst du neue Zielgruppen erschließen, zum Beispiel durch Lookalike- oder Similar-Audiences-Funktionen auf Plattformen wie Meta.
  • Content Marketing: Organischer Inhalt zieht neue Besucher auf deine Website, erweitert den Pool für Retargeting und erhöht somit deine Reichweite.
  • Cross-Channel-Marketing: Die Nutzung verschiedener Marketingkanäle erweitert deine Reichweite und steigert die Effektivität.
  • Personalisierte Anzeigen: Indem du Anzeigen auf die individuellen Interessen und Verhaltensweisen der Leute ausrichtest, verbesserst du die Reaktion und Nutzererfahrung.
  • Frequency Capping: Begrenze, wie oft Leute deine Anzeigen in einem bestimmten Zeitraum sehen, um Überbelastung zu vermeiden und ein positives Markenerlebnis zu schaffen.

Fazit

Retargeting ist eine effektive Online-Marketing-Strategie, die die Markenpräsenz und Verkaufszahlen steigern kann, wenn sie sensibel und unter Berücksichtigung des Vertrauens der Nutzer eingesetzt wird. Wir stehen bereit, um dir mit unserer Expertise zur Seite zu stehen und gemeinsam das Maximum aus deinen Online-Marketing-Kampagnen herauszuholen. Kontaktiere uns einfach, und wir helfen dir dabei, deine Marketingstrategie erfolgreich umzusetzen.

Inhaltsverzeichnis

Trag dich ein und bleib up-to-date!

Erhalte unsere neuesten Blogbeiträge und News direkt in dein Postfach 📬